"PRESSEBERICHTE 2020"


Weser Kurier 04.03.2020

Kneipp-Verein: "Viel Raum für Kurse und Smalltalk"

Kneipp-Verein stellt neues Programm in neuen Räumen an der Bördestraße vor. Die neuen Räume des Kneipp-Vereins in der Bördestraße 47 bieten viel Platz für das umfangreiche Kursangebot, aber auch für den Smalltalk vor oder nach Kursbeginn, sagte Angelika von Hollen, Vorstand des Kneipp-Vereins. Fast sieben Monate mussten die Vereinsmitglieder und Kursusteilnehmer im vergangenen Jahr mit Provisorien vorliebnehmen, bevor die Räume im ehemaligen Kolster-Gebäude fertiggestellt waren. Aber seit Oktober 2019 können die Kurse nun in den größeren Räumen stattfinden, die außerdem auch noch bessere Umkleidemöglichkeiten und ausreichend Stauraum für benötigtes Material bieten.

„Wir konnten damit nun auch einen besonderen Kursus anbieten: Erstmals öffnen wir ab April unsere Türen für Kinder zwischen einem und drei Jahren, die in Begleitung eines Elternteils Musik und Entspannung für Kind und Eltern erleben können“, berichtete Ulrike Gnutzmann, die den Kursus anleiten wird. Er findet an sechs Terminen im Frühjahr und im Herbst jeweils sonnabends statt. Im neuen Kursprogramm findet sich auch ein Tanzangebot, das für Alleinstehende interessant ist. Am 21. März und am 16. Mai stehen Folkloretänze aus Europa und Amerika auf dem Plan, und auch Line Dance kann dann ausprobiert werden. „Wenn der Kursus gut bei den Teilnehmern ankommt, werden wir daraus ein regelmäßiges Angebot machen“, verriet Margrit Witt, Geschäftsstellenleitung des Kneipp-Vereins.

Nach Kneipp‘scher Philosophie
Der Kursus „Drums Alive“, der im vergangenen Jahr zum Kennenlernen angeboten wurde, kommt auch im neuen Programmheft wieder vor. An zwei Terminen im Frühjahr und im Herbst können die Teilnehmer flotte Trommeltechnik und dazu passende Körperbewegungen ausprobieren. „Die Resonanz auf diesen Kursus ist sehr gut, und wir werden ihn demnächst als festes Angebot in den Plan aufnehmen“, sagte Angelika von Hollen.

„Gesundheit bekommt man nicht im Handel, sondern durch den Lebenswandel“, war die Philosophie Sebastian Kneipps. Das Kneipp‘sche Gesundheitskonzept steht auf fünf Säulen. Dazu gehört zum Beispiel die Ernährung, die bei Kneipp vielseitig, schmackhaft und vollwertig ist. Frisch zubereitet und naturbelassen bildet sie die Grundlage für Wohlbefinden und Vitalität. Das zweite Standbein ist die Bewegung. Sinnvoll angewendet, verbessert sie Kraft, Ausdauer und Koordination. Das dritte Standbein des Kneipp’schen Gesundheitskonzepts ist wohl auch das bekannteste: das Wasser. Als Vermittler natürlicher Lebensreize steigere Wasser die Leistungsfähigkeit, stärke die Selbstheilungskräfte und verbessere das Körperbewusstsein, sind sich die Kneipp-Anhänger sicher. Die vierte Säule bildet der Lebensrhythmus. Eine ausgewogene und weitgehend natürliche Lebensgestaltung führe zu höherer Lebensqualität und mehr Harmonie im sozialen Umfeld. Die letzte Säule des Gesundheitskonzepts bildet der richtige Einsatz von Heilpflanzen. Mit ihren milden Wirkstoffen schützten sie vor Erkrankungen und linderten viele Beschwerden, lautet die These.

Diesem Gesundheitskonzepts entsprechend ist das neue Kursprogramm des Kneippvereins aufgebaut. Zu allen Themenfeldern finden sich wieder viele bewährte Angebote und dazu etliche neue Kurse. Mit dabei ist auch wieder der Yoga-Kursus für Männer, der sich inzwischen einen festen Platz im Angebot erobert hat. „Im Oktober vor den Herbstferien planen wir einen Tag der offenen Tür, bei dem wir einzelne Kurse in kurzen Einheiten vorstellen, bei denen die Besucher dann selbst mitmachen können“, verriet Angelika von Hollen. „Der genaue Termin steht noch nicht fest, wird aber über die Presse rechtzeitig bekannt gegeben.“

Die Anmeldung zu den Kursen kann während der Öffnungszeiten (montags von 15 bis 17 Uhr, dienstags von 10 bis 12 Uhr und freitags von 14 bis 16 Uhr sowie nach Vereinbarung) persönlich oder unter 0 47 91 / 8 07 96 30 telefonisch erfolgen. Mehr Informationen zu dem Programm und Anmeldungen zu den einzelnen Kursen auch im Internet unter www.kneippverein-ohz.de.



Osterholzer Anzeiger 01.03.2020

Präsent wie nie zuvor - Kneipp-Verein stellt neues Programm vor

Seit Oktober 2019 hat der Kneipp-Verein neue Räume in der Bördestraße. Nun stellt der Verein das erste Jahresprogramm nach dem Umzug vor. Angelika von Hollen, Ulrike Gnutzmann, Margrit Witt und Gerhard Krümpelbeck stellten das neue Programm des Kneipp-Vereins vor. 
Auch für Kinder ist dieses Mal etwas dabei. „Wir durften beim Umbau auch mitbestimmen, das war ganz toll“, erzählt von Hollen über die Raumaufteilung. Weniger erfreulich waren die Bauverzögerungen, die dafür sorgten, dass der geplante Einzug im Mai 2019 auf Ende Oktober verschoben werden musste. Das Ergebnis jedoch kann sich sehen lassen: Das ehemalige Kolster-Gebäude wurde mit Trockenbauwänden neu unterteilt und beherbergt nun sowohl die Bäckerei Behrens als auch den Kneipp-Verein. Letzterer verfügt jetzt über einen größeren Bewegungsraum für die Kurse, zwei Umkleidekabinen, ein Büro für die Geschäftsstellenleitung, einen Geräteraum und ein Foyer im Eingangsbereich. Anders als früher in der Langen Straße ist der Verein nun auch auf den ersten Blick sichtbar; die große Beschilderung am neuen Standort verrät sofort, wer die neuen Mieter in der Bördestraße 47 sind.

Das neue Programm

Im aktuellen Jahr hält der Kneipp-Verein sowohl für seine rund 450 Mitglieder als auch für Nicht-Mitglieder wieder ein umfangreiches Programm bereit, das sich am ganzheitlichen Gesundheitskonzept von Sebastian Kneipp orientiert. Der 1821 geborene Schwabe war eigentlich katholischer Priester, wurde jedoch als Naturheilkundler vor allem durch seine Wassertherapie bekannt. Neben dem nassen Element zählen zu den fünf Säulen des kneippschen Gesundheitskonzepts außerdem ausgewogene Ernährung, sinnvoll dosierte Bewegung, die Anwendung von Heilpflanzen und ein gesunder Lebensrhythmus.
Entsprechend unterteilt ist auch das Jahresprogramm, das als hochwertig gedrucktes Heft erscheint. Darin finden sich zahlreiche Vorträge, regelmäßige Gruppenangebote sowie einzelne Veranstaltungen und Seminare. „Wir haben gute Erfahrungen damit gemacht, neue Angebote erst einmal als Einzel-Veranstaltung anlaufen zu lassen“, erklärt Geschäftsstellenleiterin Margrit Witt.

Erstmals Kneipp für Kinder

Auf diese Art zeigte sich beispielsweise schnell, dass aus „Drums Alive“ auch ein fester Kurs werden könnte, der nun Einzug in das Programm hält. Ganz neu ist auch „Lütten Danz“, das erste Kneipp-Angebot für Kinder in Osterholz-Scharmbeck. Die Erwachsenen dürfen beim Folkloretanz ebenfalls aufs Parkett (sprichwörtlich - der Kneipp-Bewegungsraum hat Korkboden).

Bewegung nicht ohne gesunde Ernährung

Klassiker wie Yoga, Pilates oder Rückentraining hat der Kneipp-Verein natürlich nicht vergessen. Bewegung ohne gesunde Ernährung ist bekanntlich nur halb so hilfreich, deshalb gibt es auch hier mehrere Angebote - zwei Vorträge mit Mineralstoffberaterin Hildegard Ziegler-Gräbel. Die Expertin erklärt, wie Schüßlersalze in verschiedenen Jahreszeiten am besten angewandt werden. Nicht alle Programmpunkte finden in der Bördestraße statt. Verschiedene Wasser-Kurse werden im Allwetterbad, im Bewegungsbad des Kreiskrankenhauses sowie in den Hallenbädern Hambergen und Ritterhude angeboten. Der Kneipp-Verein unternimmt außerdem in diesem Jahr eine Reise nach Holland und Tagesfahrten nach Hamburg, Bremen oder Jever. Alle Angebote sind auch für Nicht-Mitglieder offen und können unter www.kneippverein-ohz.de eingesehen werden. Das Programmheft liegt an vielen Stellen im Landkreis und natürlich in der Geschäftsstelle des Kneipp-Vereins aus. Anmeldungen sind über die Homepage, telefonisch unter 04791-8079630 oder per E-Mail unter info@kneippverein-ohz.de möglich.



Weser Kurier 28.03.2020

Fahrrad-Frühling

"Eine gute Planung ist alles"

Fit mit jedem Tritt: Landkreis Osterholz lädt zu attraktiven Radtouren 
rund um die Kreisstadt ein.
Armin Podszus hat – mit Unterbrechungen – 25 Jahre lang Radtouren für den Kneippverein geplant und angeleitet. Er kann auf einen großen Fundus an Erfahrungen zurückblicken. „Eine gute Planung ist alles, und trotzdem muss man sich auf plötzliche Änderungen einstellen“, sagt Podszus. Änderungen, wie sie beispielsweise das Wetter auslösen, wenn der wolkige Tag plötzlich doch in heftigen Schauern endet, oder Gegenwind das Vorwärtskommen immer schwieriger macht.

Mitte der 90er-Jahre, als Podszus begann, Radtouren für den Kneippverein zu planen, hatten die teilnehmenden Radfahrer maximal Mehrgangschaltungen an ihren Fahrrädern. „Heute nimmt die Zahl der E-Bike-Fahrer immer mehr zu, die Anzahl der Teilnehmer sinkt aber“, bedauert Podszus, der sich noch an Teilnehmerfelder von 20 oder 30 Personen erinnern kann. Heute, so sagt er, kommen manchmal nur noch ein halbes Dutzend zusammen.

Die Vorbereitung für jede Tour umfasst bei dem Kneippverein auch immer ein Abfahren der gesamten Strecke durch den Tourenplaner ein oder zwei Tage bevor die Tour ansteht. „Es kann sich verkehrstechnisch immer etwas ändern. Eine Baustelle muss eingerichtet werden, oder der Weg ist beschädigt, vielleicht sind auch durch ein vorangegangenes Unwetter Wegstrecken unpassierbar geworden“, zählt Podszus einige Gründe auf.

Wichtig ist es auch, auf die körperliche Verfassung der Teilnehmer zu achten, weiß der erfahrene Tourführer. „Man sollte sich immer überlegen, wo unterwegs eingekehrt oder gerastet werden kann. Nicht jeder Teilnehmer hält eine volle Strecke lang durch“, sagt Armin Podszus. Hilfreich sei es auch, wenn sich die Teilnehmer darauf verständigen, ob sie auf E-Bikes oder auf konventionellen Drahteseln auf Tour gehen wollen. Wer in der Gruppe fährt, muss darauf achten, dass sie auch zusammenbleibt. Einigen E-Bike-Fahrern seien die konventionellen Radler manchmal zu langsam, wenn sie Steigungen nicht so bequem nehmen können. Dann sei es geraten, entweder Rücksicht zu nehmen und öfter anzuhalten. Alternativ könnten E-Bikes gleich im Vorfeld ausgeschlossen werden.

Viele tolle Radtouren
Sind solche Formalitäten geklärt, brauchen sich die Radfahrer, so sie denn nicht an einer von einem Veranstalter geplanten Tour teilnehmen, nur noch überlegen, welchen Teil des Landkreises Osterholz sie erkunden möchten.

Knapp zwei Stunden dauert zum Beispiel eine Tour, die über etwa 25 Kilometer vom Startpunkt am Osterholz-Scharmbecker Bahnhof durch die Felder über An der Beek und Breites Wasser nach Neu Helgoland zum Rastplatz im Biergarten führt, von wo es zur Hammebrücke und an den Aussichtsturm in den Postwiesen geht. In der schönen, flachen Teufelsmoorregion sind auf dieser Strecke maximal 50 Höhenmeter zu überwinden.

Mit 46 Kilometern ist die dreistündige Tour schon etwas anspruchsvoller, die von Osterholz-Scharmbeck neben der Landstraße nach Lilienthal, und von da aus nach Worpswede und zurück nach Osterholz-Scharmbeck führt. Dabei müssen immerhin 120 Höhenmeter überwunden werden. Auch hier ist ein Abstecher nach Neu Helgoland eingeplant, wo ein kühles Erfrischungsgetränk oder ein Eisbecher verbrauchte Energien wieder zurückbringen.

Nur knapp 18 Kilometer lang ist eine Runde, die die Radler in etwas mehr als eine Stunde entlang der Hamme und über die Hammebrücke führt. Sie eignet sich als leichte Fahrradtour besonders gut für Anfänger und Ungeübte, oder auch für Familien mit  jüngeren Kindern.

Abenteuerlustige können von Osterholz-Scharmbeck aus zu einer 40 Kilometer langen Tour, für die gut zweieinhalb Stunden benötigt werden, zum Schulschiff Deutschland und zum Lesum-Sperrwerk aufbrechen. 170 Höhenmeter sind auf der Strecke zu überwinden, eine gute Grundkondition der Teilnehmer ist daher anzuraten.

Armin Podszus lädt übrigens am 17. Mai – so es die Lage in Deutschland erlaubt – die Radfahrer zu einer etwa 40 Kilometer langen Tour vom Bremer Hauptbahnhof zurück zum Bahnhof Osterholz ein. Zunächst fahren die Teilnehmer mit dem Zug nach Bremen. Über Bremen-Findorff und den Bürgerpark geht es dann, vorbei am „Haus am Walde“, über Kuhsiel, Borgfeld, Lilienthal und Worpswede zurück nach Osterholz-Scharmbeck. „Diese Tour war schon für 2019 geplant gewesen, musste dann aber ausfallen“, erzählt Podszus. „Jetzt holen wir die Fahrt einfach nach“.

Nicht jede Fahrt muss unbedingt Richtung Worpswede führen. Eine dreistündige Radtour über knapp 50 Kilometer führt die Radler von Osterholz-Scharmbeck nach Meyenburg zum Melkhus Meyenburg und dann zurück zum Ausgangsort. 190 Höhenmeter werden auf der Strecke überwunden, die kein besonderes Können, dafür aber eine gute Grundkondition erfordert.

Knapp zwei Stunden nimmt eine Rundfahrt in Anspruch, die von Osterholz-Scharmbeck aus über 28 Kilometer zum Melkhus in Heine und nach Hagen im Bremischen führt. Diese leichte Tour ist für alle Fitnesslevel geeignet und setzt ebenfalls kein besonderes Können voraus.

Wer jetzt Lust auf viel körperliche Bewegung an frischer Luft bekommen hat, aber nicht genau weiß, in welche Himmelsrichtung er sich wenden soll, der findet im Internet schöne Rundtouren durch den Landkreis Osterholz und bis hinein ins Cuxland:

https://www.komoot.de/guide/49842/radtouren-rund-um-osterholz-scharmbeck
https://www.teufelsmoor.eu/rund-ums-rad/fahrradtour/radtouren-ohz/
https://www.outdooractive.com/de/radrouten/osterholz-scharmbeck/radfahren-in-osterholz-scharmbeck/2427768/
https://www.osterholz-scharmbeck.de/portal/seiten/radtouren-900000104-21040.html
https://tourismus.meinestadt.de/osterholz-scharmbeck/outdoor/radtouren
http://www.radtouren-teufelsmoor.de/rund-um-osterholz/

Und wer gar Lust auf eine längere Radwanderung bekommen hat, der findet auf „Marsch, Moor und Meer – RadReiseRegion Wesermarsch“ viele Anregungen für eine garantiert emissionsfreie Tour durch Norddeutschland. Für vier Tage kann man sich auch auf die Spuren des ehemaligen Elbe-Weser-Radwegs begeben, oder drei Tage auf dem Hamburg-Bremen Radweg verbringen.

Nur munter den Drahtesel satteln, und ab geht es.

Christa Neckermann